Zinseszins
Zinsen, die sowohl auf das ursprüngliche Kapital als auch auf die angesammelten Zinsen aus früheren Perioden berechnet werden und exponentielles Wachstum über die Zeit erzeugen.
Der Zinseszins wird oft als das achte Weltwunder bezeichnet. Im Gegensatz zu einfachen Zinsen (nur auf das Kapital berechnet) generiert der Zinseszins Renditen auf Ihre Renditen. Die drei Faktoren, die den Zinseszinseffekt verstärken, sind: die Rendite, die Häufigkeit der Verzinsung und vor allem die Zeit. Schon kleine Beträge in den Zwanzigern zu investieren kann zu deutlich mehr Vermögen führen als größere Beträge ab den Vierzigern. Deshalb betonen Finanzberater den frühen Beginn — auch wenn Sie nur einen bescheidenen Betrag investieren können. Die Kehrseite ist, dass der Zinseszins bei Schulden gegen Sie arbeitet, besonders bei hochverzinsten Kreditkarten.
Beispiel
Investieren Sie 200 €/Monat bei 7 % jährlicher Rendite: Nach 10 Jahren haben Sie 34.600 € (investiert: 24.000 €). Nach 30 Jahren: 243.900 € (investiert: 72.000 €). Die über 170.000 € Differenz ist Zinseszins.
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Verwandte Begriffe
Durchschnittskosteneffekt (DCA)
Eine Anlagestrategie, bei der regelmäßig ein fester Betrag investiert wird, unabhängig vom Marktpreis, um die Auswirkungen der Volatilität über die Zeit zu reduzieren.
FIRE (Finanzielle Unabhängigkeit, Frühpension)
Eine Finanzbewegung, die auf aggressives Sparen und Investieren (oft 50–70 % des Einkommens) setzt, um finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen und Jahrzehnte früher als traditionell in Rente gehen zu können.
Sparquote
Der Prozentsatz des Einkommens, der gespart oder investiert statt ausgegeben wird — weithin als wichtigster Faktor beim Vermögensaufbau angesehen.
Zinssatz
Der Prozentsatz, der auf geliehenes Geld berechnet oder auf eingezahltes/investiertes Geld gezahlt wird, ausgedrückt als jährlicher Satz.