Notfallfonds
Eine liquide Barreserve zur Deckung unerwarteter Ausgaben oder Einkommensausfälle, typischerweise 3–6 Monate der wesentlichen Lebenshaltungskosten.
Ein Notfallfonds ist das Fundament finanzieller Sicherheit. Er schützt Sie davor, Schulden aufzunehmen, wenn unerwartete Ereignisse eintreten — Jobverlust, Arztrechnungen, Autoreparaturen oder dringende Hauswartungsarbeiten. Die Standardempfehlung sind 3–6 Monate der wesentlichen Ausgaben, gehalten auf einem hochverzinslichen Sparkonto für einfachen Zugang. Der Aufbau dieses Fonds sollte Priorität haben vor aggressivem Investieren oder Schuldentilgung über die Mindestzahlungen hinaus. Ohne ihn kann ein einziger Notfall zu einer Spirale aus Kreditkartenschulden, versäumten Zahlungen und langfristigen finanziellen Schäden führen.
Beispiel
Wenn Ihre wesentlichen monatlichen Ausgaben 3.000 € betragen (Miete, Essen, Nebenkosten, Versicherung), wäre ein 6-Monats-Notfallfonds 18.000 € auf einem Sparkonto.
Verwandte Begriffe
Cashflow
Der Nettobetrag an Geld, der über einen bestimmten Zeitraum auf Ihre Konten ein- und ausfließt — positiv, wenn Einnahmen die Ausgaben übersteigen, negativ, wenn nicht.
Sparquote
Der Prozentsatz des Einkommens, der gespart oder investiert statt ausgegeben wird — weithin als wichtigster Faktor beim Vermögensaufbau angesehen.
Finanzgesundheits-Score
Eine zusammengesetzte Kennzahl, die Ihr gesamtes finanzielles Wohlbefinden anhand mehrerer Faktoren wie Sparquote, Verschuldung, Notfallfonds und Ausgabegewohnheiten bewertet.
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Liquidität
Wie schnell und einfach sich ein Vermögenswert ohne Wertverlust in Bargeld umwandeln lässt.
Selbstbeteiligung
Der Betrag, den Sie bei einem Schadenfall selbst tragen, bevor Ihre Versicherung den Rest übernimmt.
Sparkonto
Ein Bankkonto, das Zinsen auf Ihr Guthaben zahlt und das Geld dabei jederzeit verfügbar hält.
Schadensfall (Schadensmeldung)
Ein formaler Antrag an Ihren Versicherer, einen gedeckten Schaden oder ein gedecktes Ereignis zu bezahlen.
Sparrücklage (zweckgebundene Rücklage)
Geld, das schrittweise für eine bestimmte, geplante künftige Ausgabe zurückgelegt wird, damit sie Ihr Budget nicht sprengt.
50/30/20-Regel
Eine Budgetierungsrichtlinie, die 50 % des Nettoeinkommens für Bedürfnisse, 30 % für Wünsche und 20 % für Ersparnisse und Schuldentilgung vorsieht.