Nullbasierte Budgetierung
Eine Budgetierungsmethode, bei der jedem Euro des Einkommens ein Zweck zugewiesen wird, sodass Einnahmen minus Ausgaben gleich null ergibt.
Nullbasierte Budgetierung (Zero-Based Budgeting, ZBB) erfordert, dass Sie jeden Monat jede Ausgabe von Grund auf rechtfertigen, anstatt sich auf den Vormonat zu stützen. Jeder Euro bekommt eine Aufgabe — ob Miete, Lebensmittel, Ersparnisse oder Schuldentilgung. Dieser Ansatz wird von Apps wie YNAB (You Need A Budget) verwendet und ist sehr effektiv für Menschen, die maximale Kontrolle über ihr Geld wollen. Der Hauptvorteil ist die Beseitigung von „unberücksichtigten" Ausgaben, die stillschweigend Ihre Finanzen belasten. Es erfordert zwar mehr Aufwand als prozentuale Regeln, bringt aber ein deutlich besseres finanzielles Bewusstsein.
Beispiel
Monatliches Einkommen: 5.000 €. Sie weisen 1.500 € der Miete, 600 € für Lebensmittel, 200 € für Transport, 300 € für Unterhaltung, 400 € für Versicherung, 1.000 € für Ersparnisse, 500 € für Investitionen und 500 € für Schulden zu — insgesamt genau 5.000 €.
Verwandte Begriffe
50/30/20-Regel
Eine Budgetierungsrichtlinie, die 50 % des Nettoeinkommens für Bedürfnisse, 30 % für Wünsche und 20 % für Ersparnisse und Schuldentilgung vorsieht.
Umschlagmethode
Ein bargeldbasiertes Budgetierungssystem, bei dem Geld in physische oder virtuelle Umschläge aufgeteilt wird, die jeweils einer bestimmten Ausgabenkategorie zugeordnet sind.
Cashflow
Der Nettobetrag an Geld, der über einen bestimmten Zeitraum auf Ihre Konten ein- und ausfließt — positiv, wenn Einnahmen die Ausgaben übersteigen, negativ, wenn nicht.
Fixe vs. variable Ausgaben
Fixe Ausgaben bleiben jeden Monat konstant (Miete, Abonnements), während variable Ausgaben je nach Verbrauch oder Verhalten schwanken (Lebensmittel, Restaurants, Kraftstoff).