Diversifikation
Die Praxis, Investitionen über verschiedene Vermögenswerte, Sektoren und Regionen zu streuen, um die Auswirkungen einer schlechten Performance einzelner Anlagen zu reduzieren.
Diversifikation ist das einzige „kostenlose Mittagessen" beim Investieren — sie reduziert das Risiko, ohne notwendigerweise die erwartete Rendite zu senken. Durch das Halten von Vermögenswerten, die sich nicht in perfekter Korrelation bewegen (Aktien und Anleihen, Inland und Ausland, große und kleine Unternehmen), werden Verluste in einem Bereich oft durch Gewinne in einem anderen ausgeglichen. Diversifikation eliminiert jedoch nicht jedes Risiko — in schweren Marktkrisen tendieren Korrelationen dazu, sich zu erhöhen. Der einfachste Weg zur Diversifikation sind breit gestreute ETFs oder Indexfonds. Überdiversifikation (zu viele ähnliche Fonds halten) kann die Kosten erhöhen, ohne das Risiko sinnvoll zu reduzieren.
Beispiel
Ein Anleger, der nur Tech-Aktien hält, hätte 2022 33 % verloren. Ein diversifiziertes Portfolio (globale Aktien + Anleihen + Immobilien) hätte im gleichen Zeitraum möglicherweise nur 15 % verloren.
Verwandte Begriffe
Vermögensallokation
Die Strategie, Investitionen auf verschiedene Anlageklassen — Aktien, Anleihen, Immobilien, Bargeld — aufzuteilen, um Risiko und Rendite gemäß Ihren Zielen und Ihrer Risikotoleranz auszubalancieren.
ETF (Exchange-Traded Fund)
Ein Fonds, der einen Korb von Vermögenswerten (Aktien, Anleihen oder Rohstoffe) hält und wie eine einzelne Aktie an der Börse gehandelt wird.
Portfolio-Rebalancing
Der Prozess der Neuausrichtung der Portfoliogewichtung auf die Zielallokation durch Verkauf übergewichteter und Kauf untergewichteter Vermögenswerte.